Herrentorte – Was wurde über uns schon nicht alles gesagt, (an-)gedichtet, gesungen. Erinnern wir uns nur an HERRbert UuuaaaaAAAAAUOOOOooooo GröneMEYer der einst singend schrie oder schreiend sang oder schreiend schrie „Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich“. Ein Fernsehsender mit Survivaldokus, Hochseefischerreportagen und inzestiösen Autohändlerklonen wurde speziell für uns gemacht. Dort läuft sie zwar nicht, aber dennoch ist sie die wohl meistausgezeichnete TV-Serie der Fernsehgeschichte und heißt wie? – Mad Men. Und weil unser Clubhaus seit diesem Jahr eine Doppel-X-Chromosomenfreie Zone ist, fiel unsere heutige Wahl auf die Herrentorte. Ja, der Mann von Welt greift wieder beherzt zu Kaffee und Kuchen. Natürlich gibt er sich dabei nicht mit einem Wischiwaschi Frauengebäck ab, das mit laktosefreier Sojaleichtmilch, biologisch angebautem Fairtrade-Obst aus Freilandhaltung und Erntevorbesprechung im Sitzkreis mit Pro- und Contra-Diskussion zum Thema „Vom Baum pflücken – Wie ich die Trennungsangst überwinde“, gemacht wurde und bei Regelbeschwerden hilft. Nein, für ein so geiles Stück DNA wie einem Mann ist nur eine Torte von ganz anderem Kaliber gerade mal gut genug. Hart wie das Leben als Cowboy ist die herbe Schokoladenhülle, die die Torte vor dem Mann schützen will. Doch sie zerbricht unter der rohen Gewalt, die der Mann mit seinem Kaffeegäbelchen walten lässt. Schließlich spricht man ja nicht umsonst vom „stärkeren Geschlecht“. Denn zielbewusst wie er ist, steuert er auf den Kern der Sache zu – in diesem Fall die Biskuitmarzipanfüllung. Locker, süß und zart auf der Zunge ist sie wahrscheinlich der Grund, warum man(n) als Mann Weibchen in der Disse „Torten“ nennt.