2 Wochen alter Kirschkuchen. Ja, liebe Gemeinde, diese Zeilen haben schon etwas Schimmel angesetzt. Man sieht sofort die bläulich-weiß schimmernden, Don-King-artigen Haare, die auf den Oberlängen wuchern. Aber wenn man sich erst vorstellt, was inzwischen aus dem Kuchen selbst geworden ist, den wir vor zwei Wochen verköstigt haben … Makaken, Kakerlaken und Kaktusse sind dagegen vergleichweise appetitliche Lebensformen.
Aber drehen wir das Rad der Zeit zurück. Was sehen wir dann? Ein KuK-Mitglied, das sich unter Todesverachtung und Aufbietung allen Muts mit einer Zirkuskanone in einen gigantischen Kirschbaum hat schießen lassen, um dortselbst die rundesten, rotesten und reifesten Kernobste zu ernten, die der liebe Gott in einem Anflug von Schwelgerei auf diesem Fleckchen Himmel verteilt hat. Der Rest ist Geschichte: Unter kundiger Hand kamen Rührteig drunter, Streusel drauf und ein Lächeln auf die KuK-Gesichter.
Da wird doch sogar die Vergänglichkeit allen Seins ein wenig erträglicher. Obwohl sie schon ein bissel ein Scheiß ist.