Käsekirschkuchen – ja eine Woche ist´s jetzt her, dass wir diesen Kuchen vertilgt haben möchte man sagen. Genau: „möchte man sagen“. Denn das, war das Problem. Seit einer Woche rannten wir fleißigen Schreiberlinge durch die Gegend – uns fehlten schlicht die Worte. Gerade noch da wie leckerschmecker Kirschen im Kuchen waren sie von jetzt auf nachher, heute auf morgen einfach, zweifach sogar mehrfach weg, wie das Backwerk der letzten Woche. Was haben wir nach den richtigen Worten gesucht. Überall – in den Hosentaschen, neben den Hausschlüsseln, auf dem Nachttisch und bei der Fernbedienung. Auch da wo man sonst nie schaut – Gefrierfach, Spülkasten, Mond und Schuhsolenzwischenräumen. Nix. Und wissen Sie wie schwer es ist, bei google nach Worten zu suchen, wenn einem für unsere Begriffe einfache Such-dergleichen fehlen? Durch einen blöden Zufall stießen wir dann aber doch auf eine Fülle von Begrifflichkeiten. Schnell mussten wir jedoch feststellen – das sind nicht unsere, das sind Fremdworte. Schnell steckten wir alles wieder in leere Worthülsen und gaben sie dem rechtmäßigen Besitzer zurück, selbstredend nicht ohne die Bemerkung, dass es sich dabei um wunderbare Wortgebilde handelt, die der äußeren Erscheinung unseres Kuchens in nichts nachstehen. Aber dann, heute an einem, wie soll es anders sein, K-Freitag fanden wir zurück zu unserer Sprache. In einem Duden hatten sich die kleinen Worte versammelt. Schön aufgereiht und alphabetisch sortiert. So fällt es uns nicht mehr schwer die richtigen Worte zu finden, die den Kuchen aufs vortrefflichste beschreiben: Und zwar unter F wie Fein.