Buttermilch-Träubles-Kuchen – Eines Nachmittags saßen wir zusammen und aßen Kuchen. Oft tafelten wir an zu engen Tischen bei Kartoffelwein und frischen Gebacktem, seit der Mond auf der anderen Seite aufging und die Dudelsackkraniche dabei Ihr trauriges Lied spielten. Wir taten, besser gesagt, tuen es, weil uns das ablenkt von dem nach Stein riechenden Blau der untergehenden Badewanne. Erst lange Jahre war das so. Angefangen muss es haben als die Gummibären von den Bäumen stiegen um in zu engen Anzügen Versicherungen für ausbleibende Hagelschäden meistbietend zu verschenkten. Oft kam der Regenmantelmann dabei um halb Drei vorbei und erzählte uns die Geschichte vom nassen Hundepferd, das nicht einschlafen konnte, die er auf seinem Regenschirm mit dem Marsch „Mellow“ begleitete. Ach es waren herrliche Gezeiten. Wenn die Wolken wieder über die Ufer traten und Gelb nach Rot schmeckte. Wenn die Dinge wieder vom Himmel hinunter auf einen Dienstwoch fielen. Natürlich hätte man sagen können: „Ja nun, das ist zwar famos, aber was ist los, wenn nichts ist und dafür was kommt?“ Aber das tat niemand, weil man die Sprache gegen die Luft getauscht hatte, die aus Vanillezimt gemacht war.
Und wer jetzt denkt: „Sag mal spinnen die vollkommen?!“, der probierte noch nie einen Buttermilch-Träubles-Kuchen und hat niemals, die wunderbare Backwelt der Anneli gesehen.