Russischer Zupfkuchen – Torten in möglichst extravaganten Arten. In Chemiefabriken hochgezüchtet, liebevoll in eigenständigen Bäckereien erschaffen. Die in chromatischen Hochöfen und neuen diätfördernden-individuellen Chackra-Holzfeuerstellen weltfremd in Lauge lagen. Die alle super süß, einmalig salzig, doof, intelligent, erstmals gut, aber nachher zum … erschienen. Wir entdeckten leckere Torten, einige recht fad, ähnlich Hundekuchen reichende Torten – aber eins hatten wir dabei völlig vergessen: die Basics. Völlig abgehoben schwoben wir in den unendlichen Weiten des Kuchiversums immer auf der Suche nach „noch besser“, „noch höher“, „noch ausgefallener“ und „noch kaloriengestopfter“. Mit dem Kopf in den Sahnewolken hatten wir vergessen, mit beiden Beinen auf dem Mürbteigboden der Tarte-sache(r) zu bleiben. Schön, wenn es dann noch Fans gibt, die das erkennen und sich sagen: „Eh, fett echt net, da muss ich was machen.“ Eine anonyme Verehrerin unserer Gruppe wollte ihrer Liebe zur K&K-Monarchie (wir heißen nicht Kuchensyndikat) durch wohl einen der klassischsten Kuchen unserer Zeit zum Ausdruck bringen – dem russischen Zupfkuchen. Wem klingt nicht das Stöhnen der alten Frau aus der Dr. Oetker Werbung Mitte der 90er in den Ohren, in dem (laut Erfinderin Evelyn Wenzel) so viel wir noch wissen, Reason Why, Consumer Benefit und Kaufaktivierung steckt. Aber nix Dr. Oetker! Der bleibt schön in seiner Kiste, denn unser Kuchen ist handgemacht. Und das schmeckt man auch. Auch wurde Wert auf unser CI gelegt, weshalb der Kuchen EIGENTLICH kein Zupfkuchen ist. Denn bei einem Zupfkuchen, wie der Name schon sagt, werden die dunklen Flecken, auf dem Kuchen aus dem Restteig gezupft. Da sich aber Dreiecke schlecht zupfen lassen, sei diese kleine Rezeptabweichung zu verzeihen. Abschließend bleibt somit nur zu sagen: Wenn Liebe durch den Magen geht, ist dieser Kuchen ein Heiratsantrag.

Russischer Zupfkuchen – Torten in möglichst extravaganten Arten. In Chemiefabriken hochgezüchtet, liebevoll in eigenständigen Bäckereien erschaffen. Die in chromatischen Hochöfen und neuen diätfördernden-individuellen Chackra-Holzfeuerstellen weltfremd in Lauge lagen. Die alle super süß, einmalig salzig, doof, intelligent, erstmals gut, aber nachher zum … erschienen. Wir entdeckten leckere Torten, einige recht fad, ähnlich Hundekuchen reichende Torten – aber eins hatten wir dabei völlig vergessen: die Basics. Völlig abgehoben schwoben wir in den unendlichen Weiten des Kuchiversums immer auf der Suche nach „noch besser“, „noch höher“, „noch ausgefallener“ und „noch kaloriengestopfter“. Mit dem Kopf in den Sahnewolken hatten wir vergessen, mit beiden Beinen auf dem Mürbteigboden der Tarte-sache(r) zu bleiben. Schön, wenn es dann noch Fans gibt, die das erkennen und sich sagen: „Eh, fett echt net, da muss ich was machen.“ Eine anonyme Verehrerin unserer Gruppe wollte ihrer Liebe zur K&K-Monarchie (wir heißen nicht Kuchensyndikat) durch wohl einen der klassischsten Kuchen unserer Zeit zum Ausdruck bringen – dem russischen Zupfkuchen. Wem klingt nicht das Stöhnen der alten Frau aus der Dr. Oetker Werbung Mitte der 90er in den Ohren, in dem (laut Erfinderin Evelyn Wenzel) so viel wir noch wissen, Reason Why, Consumer Benefit und Kaufaktivierung steckt. Aber nix Dr. Oetker! Der bleibt schön in seiner Kiste, denn unser Kuchen ist handgemacht. Und das schmeckt man auch. Auch wurde Wert auf unser CI gelegt, weshalb der Kuchen EIGENTLICH kein Zupfkuchen ist. Denn bei einem Zupfkuchen, wie der Name schon sagt, werden die dunklen Flecken, auf dem Kuchen aus dem Restteig gezupft. Da sich aber Dreiecke schlecht zupfen lassen, sei diese kleine Rezeptabweichung zu verzeihen. Abschließend bleibt somit nur zu sagen: Wenn Liebe durch den Magen geht, ist dieser Kuchen ein Heiratsantrag.